Kinesio Taping

Die Kinesio Taping Methode wurde durch Dr. Kenzo Kase entwickelt, um die Behandlung von Verletzungen und chronischen Krankheiten zu optimieren.

Der Begriff Kinesio Taping oder kinesiologisches Taping hat seinen Ursprung im Griechischen und setzt sich zusammen aus Kinesis= Bewegung und Logos = Lehre => Bewegungslehre, Tape (engl.) Klebeband

Im Gegensatz zum klassischen Taping steht beim Kinesio Taping nicht die mechanische Stabilität und die funktionelle Versteifung, um Gelenke und Muskulatur zu schützen, im Vordergrund, sondern Ziel ist es, die volle Bewegungsfreiheit von Haut, Gelenken und Muskulatur zu erhalten, um damit die körpereigenen Heilungsmechanismen zu ermöglichen, bzw. sie zusätzlich zu aktivieren. Die Materialeigenschaften erzeugen im Gegensatz zum klassischen Tape keine Störung der Mikrozirkulation (Durchblutung), sondern verbessern diese. Durch die spezifische Art des Tapens wird der Tonus in der Muskulatur reguliert. Verspannte, schlaffe und abgeschwächte Muskeln können durch eine bestimmte Anlagetechnik normalisiert werden. Durch Reizung bestimmter Rezeptoren der Haut (Mechanorezeptoren) werden die Schmerzrezeptoren gedämpft und so die körpereigene Schmerzregulation aktiviert. Oft kommt es direkt nach Anlage des Tapes zu einer sofortigen Schmerzlinderung und Kraftzunahme der betroffenen Muskeln und/oder zu einer Verbesserung der Beweglichkeit von Gelenken.

Lerninhalte

Kursinhalt Grundkurs

Theoretischer Teil 1
  • Geschichte des kinesiologischen Tapens
  • Grundlagen der Philosophie (japanische und europäische Einflüsse)
  • Materialeigenschaften
  • Unterschiede zum klassischen Tape
  • Wirkungsweise des Tapes
  • Anwendungsbeispiele (Bilder)
Theoretischer Teil 2
  • Kinesiologisches Taping als ganzheitliche Therapie
  • Körperballontheorie
  • Grundlagen der Screening- und Muskeltests
Praktischer Teil
  • Anwendung von Screening- und Muskeltest sowie Hautverschiebungen zum ganzheitlichen Erkennen der Problemfelder im menschlichen Körper
  • Erlernen der Grundtechniken des Kinesiologischen Tapens anhand von häufig in den Praxen vorkommenden Krankheitsbildern
  • Überprüfung der richtigen Anlage mittels der Muskel- und Screeningtests (Dokumentation des Behandlungsergebnisses bereits direkt nach der Anlage möglich)

Kursinhalt Aufbaukurs

In diesem Kurs werden die Testung, sowie die Grundtechniken des Kinesiologischen Tapings nochmals behandelt und durch ergänzende Anlagevarianten vertieft und erweitert.

Neben neuen Muskelanlagen werden ergänzende Tape-Techniken wie z.B. Lymphtechniken, Korrekturtechniken, Faszientechniken etc. vermittelt, um den Behandlungserfolg noch zu steigern. Diese unterschiedlichen Anlagenarten werden dann in Kombination bei ausgesuchten Krankheitsbildern aus der Sportphysiotherapie, Orthopädie etc. angewandt.

Theoretischer Teil
  • Wiederholung und Vertiefung der Theorie und Testung
  • Grundtechniken des kinesiologischen Tapens
Praktischer Teil
  • Wiederholung und Vertiefung der Testung
  • Neue Muskeltechniken
  • Korrekturtechniken
  • Platzschaffende Techniken
  • Lymphtapes
  • Kombination verschiedener Anlagen bei ausgesuchten Krankheitsbildern aus der Sportphysiotherapie, Orthopädie etc.